Der Maibaum steht als Zeichen für Fruchtbarkeit, Gemeinschaft und Identität – und markiert den Übergang vom Winter zum Frühling.
Geschichte
Schreiber hielten den Brauch im 13. Jahrhundert erstmals fest. In seiner heutigen Form – hoher Stamm mit belassener Baumkrone, geschmückt mit Kranz und Zunfttafeln – ist er seit dem 16. Jahrhundert bekannt.
Tradition
Meist steht eine Fichte – bis zu 40 Meter hoch. Die unteren Äste werden abgesägt, die Krone bleibt. Im Allgäu ist das Maibaumaufstellen echte Gemeinschaftsarbeit. Der Baum wird traditionell per Hand mit Schwalben oder Stangen aufgestellt – ganz ohne moderne Technik.
Die Musikkapelle begleitet das Ereignis und macht daraus ein kleines Dorffest, bei der die Bewirtung nicht fehlen darf.



Fotos aus dem Jahr 1988
In unserer Region werden auch sogenannte „Maien“ gesteckt: mit Krepppapier geschmückte Birken, die junge Männer in der Mainacht am Haus der angebeteten Frau aufstellen – als sichtbares Zeichen der festen Absicht.