Ursprung und Geschichte
Der heilige Sebastian wurde über Jahrhunderte hinweg als Schutzheiliger gegen Seuchen verehrt. In Zeiten großer Not legten Gemeinden Gelübde ab, jährlich eine Prozession zu seinen Ehren abzuhalten – als Bitte um Schutz und als Dank für bewahrtes Leben.
Mit der Sebastiansprozession beginnt in den Kirchengemeinden Schloß Zeil, Seibranz und Starkenhofen das kirchliche Jahr der traditionellen Anlässe. In der winterlichen Ruhe des Januars machen sich die Gläubigen auf den Weg zur Sebastiansaul zwischen Seibranz und Schloss Zeil.
Ich habe die Prozession von 2003 bis 2008 fünfmal mit der Kamera begleitet.

In unserer Region
Von Schloß Zeil, Seibranz und Starkenhofen führt der Weg der Prozession in einem Sternmarsch zur Sebastianskapelle, der sogenannten Sebastiansaul. Der gemeinsame Gang verbindet die Orte miteinander und macht den historischen Prozessionsweg erfahrbar.






Fahnen, und Kreuz begleiten den Zug. Gebete und Gesänge prägen das ruhige Gehen durch die Landschaft. Der Weg selbst wird zum Zeichen des Innehaltens und der Sammlung zu Beginn des Jahres.
Bedeutung heute
Auch heute ist die Sebastiansprozession Ausdruck von Gemeinschaft und Heimatverbundenheit. Generationen tragen diese Tradition weiter und machen sie zu einem festen Bestandteil des Lebens vor Ort.
Die Sebastiansprozession eröffnet den Reigen weiterer kirchlicher und kultureller Ereignisse – von Ostern über das Maibaumstellen bis hin zu den Festen und stillen Zeiten des Jahres.